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23 Juli 2008
Web 3.0: Das Relevanznetz – auch für Telekommunikationsanbieter

Das Web 2.0 erlebt mit Diensten wie Twitter, Flickr oder StudiVZ derzeit zwar einen gewissen Reifegrad, doch die Telekommunikationsanbieter müssen sich schon jetzt mit dem designierten Nachfolger - dem so genannten Web 3.0 – auseinandersetzen, wenn sie in Zukunft nicht allein zum Transportdienstleiter verkommen wollen.

Ausgabe 2 des Internets, die Menschen und die Kommunikation in den Mittelpunkt rückt, greift die Vormachtstellung der Deutschen Telekom und Konsorten in der TK-Wertschöpfungskette massiv an. Im Web 2.0 steuern und kontrollieren nämlich diejenigen, die den sozialen Kontext bieten, die Kommunikation, und nicht diejenigen, die die Infrastruktur bereitstellen. Aus Sicht der Telcos wird zukünftig also nicht allein ein unentwegter Preiskampf ausreichen, um sich am Markt zu behaupten, sondern vielmehr sind übersichtliche Angebotsstrukturen mit innovativen Anwendungen ausschlaggebend, die dem Kunden echten Nutzen bringen.

Kontextrelevante Daten im Web 3.0 entscheidend
Denn: Die Datenflut, die einst als Wegweiser durchs Netz gepriesene Suchmaschinen heute erzeugen und die Vielfalt und Fülle des Angebots im Web 2.0 machen es notwendig, die Relevanz der Angebote für das Individuum zu steigern. Dies soll über künstlich intelligente Verfahren geschehen, die versuchen, Nutzerbedürfnisse situativ kontextgesteuert zu erkennen und entsprechend mit dem Anzeigen der relevanten Information zu bedienen. Chance derTelekommunikationsanbieter hier: Sie verfügen über eine Vielzahl von kontextrelevanten Daten der Internetnutzer (Land, Stadt, Leitungskapazität, Aufenthaltsort, etc.). Im Web 3.0 können diese Daten den Telekommunikationsanbietern einen entscheidenden Vorteil einbringen, da der Wert der Verbindung zwischen „realen" Daten eines Teilnehmers und der genutzten Anwendung steigen wird. Um die Vernetzung aller zum Zeitpunkt der Bedürfnisentstehung oder -äußerung zur Verfügung stehenden Informationen zu einer entscheidungsunterstützenden Erfahrungswertewolke für den Endverbraucher zu gewährleisten, ist diese nämlich essenziell.

Datenschutz essenziell
Allerdings ist es wichtig, dass die TK-Anbieter solche kontextrelevanten Daten sorgfältig nutzen und Datenschutzrichtlinien beachten. Es muss zur Sorgfaltspflicht eines jeden Anbieters gehören diese Daten nicht zu missbrauchen, sondern relevante Angebote daraus zu generieren, damit aus der Suchmaschine Internet die Antwortmaschine wird, die versteht, ohne aufdringlich zu werden. Denn sollte der Endverbraucher merken, dass seine Daten dazu benutzt werden, ihn mit irrelevanten Informationen zu adressieren, so wird dieser solchen Anbietern schneller als diese sich versehen den Rücken kehren und zur Konkurrenz wechseln.

Wolf Ingomar Faecks ist VP and Head of Telecommunications & Media Continental Europe bei Sapient

Über Sapient
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Dank seiner eigens entwickelten Methodik treibt Sapient gemeinsam mit seinen Kunden Innovationen voran, stärkt kooperative Arbeitsweisen und findet intelligente Lösungen für anspruchsvolle Problemstellungen. Unternehmen wie BP, Essent Energie, Harrah's Entertainment, Hilton International, Janus, Sony Electronics und Verizon vertrauen dieser einzigartigen Methode, um Wachstum zu generieren und ihre Position am Markt auszubauen.

Sapient wurde im Jahr 1990 gegründet und unterhält Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Indien. Der Hauptsitz befindet sich in Cambridge, Massachusetts in den USA. In Deutschland ist Sapient mit Büros in Düsseldorf und München vertreten.


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